Berichte 2.Männer

Doppelter Abschied

MBSV Belzig II - MTV Wünsdorf II 33:39 | April 2010, aus MAZ Fläming Echo

„Es wurde Zeit, dass die Saison vorüber ist“, meinte Karsten Wieland vom MBSV II nach dem 33:39 in der Kreisliga gegen die Gäste vom MTV Wünsdorf II. „Wir hatten ja mehr Partien als das erste Team und viel weniger einsatzbereite Leute.“ Und „Willi Borne“, so der sehr bekannte Spitzname des Routiniers, gehörte zu denjenigen, die fast immer zum Handball griffen und das mit viel Erfolg. Auch diesmal in der Baur-Halle erwies er sich mit zehn Treffern als einer der Leistungsträger des Teams. Nur Sandro Wernicke war erfolgreicher – er traf 16 Mal. Der Rest der Mannschaft kam zusammen auf sieben Tore. So war natürlich gegen die Wünsdorfer - eine gute Mischung von Spielern zwischen 19 und 47 Jahren – nichts zu holen. Ihr Bester war der 41-jährige Dirk Drafke (14). Die Bad Belziger lagen zwar 1:0 und 2:1 vorn, nach dem 2:3 aber nicht mehr. Zur Pause stand es 12:22. Das Endergebnis von 33:39 zeigt, dass die Einheimischen bis zum Abpfiff kämpften, obwohl die Siegaussichten gering waren. Neben dem Ade zur Kreisliga-Saison 2009/2010 war es auch ein Abschied vom 38-jährigen Handballer Karsten Wieland. „Es ist Zuviel. Da sind ja noch die Familie und der Fußball am Freitagabend mit den Oldies von Union Linthe. Es kommen ja junge Spieler. Aber so eine Saison wie diese, wo die Zusammenstellung der Mannschaft in der Rückrunde schwieriger war als die Torejagd, will ich nicht noch einmal erleben.“ Ein Hintertürchen ließ sich Karsten Wieland aber offen. „Wenn es läuft, aber mal Hilfe benötigt wird, werde ich wohl nicht Nein sagen.“


Wie stets Personalnot

MBSV Belzig II - Motor Babelsberg 17:51 | April 2010, aus MAZ Fläming Echo

Die MBSV-Handballer, die noch zu den Punktspielen der zweiten Männermannschaft erscheinen, verdienen hohe Anerkennung. Schon vor dem Anpfiff wissen sie, dass sie mit ihrer derzeitigen Besetzung nicht gewinnen können und trotzdem kämpfen sie die gesamten 60 Minuten. So war das auch bei der 17:51-Heimpleite gegen Motor Babelsberg. Die Gäste traten mit 13 Spielern in der Albert-Baur-Halle an, die Einheimischen mit neun. Allerdings befanden sich darunter drei Torhüter. Walter Hollmann besitzt ja schon ausreichend Erfahrung als Feldspieler, aber Dietmar Müller feierte seine Premiere. Bisher stand er stets zwischen den Pfosten und zeigte da glänzende Leistungen. Als Feldspieler gelang ihm ein Tor. Wenn er nicht im ungewohnten Trikot aufgelaufen wäre und der 17-jährige Johannes Horn nicht vor seinem wichtigen B-Jugend-Spiel ausgeholfen hätte, wären die Bad Belziger ohne Wechselspieler gewesen. Aber auch mit ihnen waren nichts drin.
Es spielten: Kevin Dehne im Tor – Alexxandro Bartsch 8, Karsten Wieland 3, Johannes Horn 2, Riccardo Mach 2, Kay Lengner 1, Dietmar Müller 1, Walter Hollmann, Michael Kaatz


Achtbare Niederlage

B.-W. Wusterwitz II - MBSV Belzig II 31:21 | März 2010, aus MAZ Fläming Echo

Mit berechtigtem Stolz kehrte der Märkische BSV II trotz der 21:31- Niederlage gegen Blau-Weiß Wusterwitz II nach Bad Belzig zurück. Der siegreiche Kreisliga-Vierte verfügte nicht nur über den Heimvorteil, sondern auch über eine klare personelle Überlegenheit. „Der Gastgeber bot 13 Handballer auf, wir wurden nur voll, weil sich Kevin Dehne in den Dienst der Mannschaft stellte“, berichtete Jürgen Ludwig. Der wollte nach einer Verletzung nur noch als Trainer tätig sein. Doch in Wusterwitz zog er sich mal wieder das Torwart-Trikot über, welches er früher in MBSV-Jugendmannschaften trug. Alle Bad Belziger mussten durchspielen, während die Einheimischen munter Wechseln konnten. „Natürlich besaßen wir keine Siegchance“, so Ludwig. „Aber es war toll wie jeder kämpfte. So vermieden eine Klatsche mit 20 Toren Unterschied, die unter den Umständen auch möglich ist.“ Die Personalprobleme treten immer bei den Sonnabendspielen auf, weil da einige MBSV-Spieler aus dienstlichen Gründen fehlen.
Es spielten: Kevin Dehne im Tor – Karsten Wieland 9, Alessandro Bartsch 4/davon 3 Siebenmeter, Riccardo Mach 3, Walter Hollmann 2, Kay Lengner 2, Jürgen Ludwig 1


Spitzenreiter wankt, kann sich aber noch abstützen

MBSV Belzig II - Ludwigsfelder HC III 31:31 | Februar 2010, aus MAZ Fläming Echo

Gegen den Kreisliga- Tabellenführer Ludwigsfelder HC III verpasste die zweite Männermannschaft des Märkischen BSV ganz knapp einen Heimsieg. Deshalb war der Achte mit dem 31:31 nicht so recht zufrieden. Die Hausherren in der Albert-Baur-Halle lagen am Sonntagnachmittag bis zum 8:7 vorn. Dann wechselte die Führung mehrfach, ehe der MBSV II aus einem 14:15 den 18:16-Pausenstand machte. Am Anfang der zweiten Hälfte besaß der favorisierte Gast zwei Tore Vorsprung (20:18). Dann setzten sich allerdings die Einheimischen auf 27:24 und 29:16 ab. Da waren noch acht Minuten zu spielen. Das danach spielende Frauenteam aus Potsdam und ihre Verantwortlichen meinten jedoch. „Die Alten Herren sind cleverer und drehen die Partie noch.“ Die Gäste, die einen 19-Jährigen in ihren Reihen hatten und sonst zwischen 35 und 55 Jahre alt waren (Durchschnitt rund 40 Jahre), kamen 33 Sekunden vor dem Abpfiff zum 31:31 und der MBSV in Ballbesitz. Was der Belziger Reserve am Ende der ersten Halbzeit gelang – ein Treffer Sekunden vor dem Ende –, schafften sie diesmal nicht. Die Ludwigsfelder Oldies verhinderten jede mögliche Aktion mit intensiven Körpereinsatz. Die Fans bejubelten den MBSV II trotzdem ausgiebig. Guido Stache erhielt als Lohn z. B. ein Küsschen von Töchterchen Natalie, die allerdings nicht Handball spielt. „Das ist ihr zu hart. Ich liebe aber solch intensive Auseinandersetzungen wie heute“, meinte der 37-Jährige. „Schade, dass es nicht ganz gereicht hat. Ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen und war auch möglich. Doch am Ende vergaben wir ein paar Möglichkeiten und die ausgefuchsten Ludwigsfelder nutzten das“, so Guido Stache. „Auf jeden Fall war zu sehen, dass wir mithalten können, wenn wir wie diesmal ein paar Spieler zum Wechseln haben. Der Punktgewinn kommt wie die Leistung im Spiel zuvor selbst für uns überraschend.“ Stark wie immer Torwart Dietmar Müller, der es diesmal etwas leichter hatte, weil die Deckung der Belziger ordentlich agierte.
Es spielten: Dietmar Müller im Tor – Sandro Wernicke 13, Guido Stache 5, Michael Kaatz 4, Karsten Wieland 3, Thomas Folde 2, Kevin Senst 2, Maik Fuhrig 1, Riccardo Mach 1, Walter Hollmann und Jürgen Ludwig


Nur mit einem einzigen Wort zu beschreiben

MBSV Belzig II - HSG Teltow/Ruhlsdorf III 35:31 | Februar 2010, aus MAZ Fläming Echo

Mit 35:31 besiegte das zweite Team des MBSV am Sonntag den HSG Teltow/Ruhlsdorf III. Von der ersten Minute dieses heißen Duells an war klar, dass es ein knappes Spiel werden würde. Die Gastgeber konnten aber ihr wahres Leistungspotential abrufen und gewannen deshalb verdient. „Dieses Spiel kann man nur mit einem Wort beschreiben: geil“, sagte ein sichtlich euphorisierter MBSV-Coach Kevin Dehne. Er konnte seit langem einmal wieder auf eine prall gefüllte Bank zurückgreifen und ordentlich durchwechseln. Das war auch bitter nötig bei dieser sehr intensiven Kreisligapartie. Der grippegeschwächte Sandro Wernicke bekam so die eine oder andere Verschnaufpause. „Sandro hat heute wieder ganz entscheidende Tore gemacht“, so Kevin Dehne. Dennoch wollte er niemanden aus dem Team herausheben. „Heute haben alle grandios gekämpft. Jeder einzelne meiner Männer wollte unbedingt gewinnen.“ Das Hinspiel hatten die Belziger noch verloren, stellten sich dementsprechend auf eine schwere Partie ein. Die Mannschaft aus Teltow/Ruhlsdorf war auch wieder der erwartet schwere Gegner. Dessen Spieler scheiterten aber viele Male am wiederum überragend haltenden Dietmar Müller im Belziger Gehäuse. Kevin Senst vom MBSV hatte dieses Mal eine besonders schwierige Aufgabe zu bewältigen. Der junge Belziger war für den spielerisch und körperlich stärksten HSG-Akteur zuständig, nahm ihn in Manndeckung. „Das hat er über die gesamte Spielzeit ganz hervorragend gemacht“, so Kevin Dehne. Seine Mannschaft steht nach diesem Sieg mit einer ausgeglichenen Bilanz von 15:15 Punkten in der Tabellenmitte. Am 14. Februar steht für die Truppe der nächste Gegner auf dem Programm. Und der hat es in sich. Der Ludwigsfelder HC III hat erst eins seiner 14 Saisonspiele verloren, steht mit 15:3 Punkten auf Rang zwei der Kreisligatabelle. Mit einem ähnlich großen Kader und der gleichen kämpferischen Leistung ist aber ein erneuter MBSV-Sieg möglich.


Die Leiden des Karsten W.

MBSV Belzig II - SC Trebbin II 26:32 | Januar 2010, aus MAZ Fläming Echo

Mit 26:32 unterlagen die Spieler des MBSV II gestern Nachmittag dem SC Trebbin II. Zur Pause lagen die Gastgeber mit zwei Toren zurück (14:16). Ein Blick auf die Wechselbank beider Mannschaften ließ zum Halbzeitpfiff Schlimmes ahnen. Während auf Belziger Seite gähnende Leere herrschte, konnte der Trebbiner Coach aus dem Vollen schöpfen. Mit insgesamt zwölf Spielern war er in die Kur- und Kreisstadt gereist. Konnten die MBSV-Akteure ihren Gästen in der ersten Halbzeit noch trotzen, so machte sich der quantitative Vorteil des SC Trebbin im zweiten Durchgang deutlich bemerkbar. Bestes Beispiel dafür ist Karsten Wieland vom MBSV. Immer wieder warf er sich in die gegnerischen Abwehrreihen und zog aufgrund seiner Kräfte und seines enormen Engagements stets mindestens zwei bis drei Gegenspieler auf sich. Meist kam er dennoch zum Abschluss oder konnte einen seiner Mitspieler bedienen. „Das kostet unglaublich viel Kraft“, so Kevin Dehne, der wie schon zuletzt die Position des Coaches übernahm. „Normalerweise bräuchte Karsten zwischendurch immer Mal wieder eine Auszeit, um sich regenerieren zu können. Das ging heute nicht und er musste durchspielen.“ Am Ende der Partie war der Kämpfer Karsten Wieland völlig erschöpft. Hatte er sich doch hundertprozentig in den Dienst seiner Mannschaft gestellt. Aber auch der Rest der Mannschaft hat vorbildlich gearbeitet. „Wir haben uns nie aufgegeben“, so Kevin Dehne. „Immer wieder kamen wir wieder ins Spiel. Selbst wenn die Trebbiner bis auf sieben Tore davonzogen, machten wir weiter Dampf und haben uns immer wieder rangekämpft.“ Dass die Niederlage nicht zu hoch ausfiel, lag auch an Torhüter Dietmar Müller. Immer wieder konnte er Eins-zu-Eins-Situationen entschärfen. Am Ende musste er sich aber dennoch einige Male zu oft geschlagen geben. Trotz der guten Moral, die seine Truppe bewies, hatte Kevin Dehne aber dennoch Grund zur Kritik. „Wir haben uns generell zu wenig bewegt“, sagte er nach der Partie. „Ob mit oder ohne Ball – wir haben zu oft gestanden und einfach statischen Handball gespielt. Wenn sich Karsten Wieland ins Zeug gelegt hatte, und damit drei Mann auf sich zog, fand er oft keine Anspielstation und musste selbst auf das Tor werfen. So haben wir einige gute Chancen vergeben.“ Aber selbst diese Kritik ist dem Umstand geschuldet, dass die Kräfte der Gastgeber in der zweiten Halbzeit nachließen. Die wenigen Zuschauer, die gestern Nachmittag in die Albert-Baur-Halle kamen, sahen dennoch ein ansehnliches Spiel.


Märkischer BSV II in jeder Hinsicht angeschlagen

MBSV Belzig II - SV Kloster Lehnin 23:33 | Januar 2010, aus MAZ Fläming Echo

Das Erfreuliche zuerst. Die Heimpartie in der Albert-Baur-Halle gegen das Team mit dem kürzesten Anfahrtsweg verlief anders als sonst sehr fair und ohne Nickeligkeiten. Der unterlegene Gastgeber kassierte in Minute 50 seine erste und einzige Zwei-Minuten-Strafe, der Kontrahent erhielt vier. Außerdem kämpfte die MBSV-Reserve engagiert.
Die Unterlegenheit des Märkischen BSV II in dieser Kreisliga-Begegnung war größer als es das 23:33 aussagt. Der Sieger SV Kloster Lehnin spielte schneller, besaß die besseren Individualisten und versäumte nur auf Grund seiner schlechten Chancenverwertung einen noch höheren Erfolg. Das lag aber nur zum Teil an der Abschluss-Schwäche der Gäste. Dietmar Müller im Tor der Einheimischen glänzte mit einer tollen Leistung, behielt auch gegen frei vor ihm auftauchende Lehniner die Nerven und war so mehrfach Sieger im direkten Duell mit dem Werfer. Da aber die Gäste wegen der vielen Fehler der Belziger – sowohl im Abspiel wie beim Wurf – zu sehr vielen Kontern kamen, bauten sie ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Das 5:4 von Sandro Wernicke nach 9:55 Minuten bedeutete die einzige Führung des MBSV II im Spiel. Danach zog der SV Kloster davon. Aus Sicht des Verlierers hieß es 5:8, 7:8, 7:11, 10:12 und 11:16 zur Pause. Das zeigt, wie die Belziger kämpften, was sie in Hälfte zwei fortsetzten, so lange die Kräfte reichten. Sie kamen zum 18:21. Es folgten ein 18:25, 20:29 und die zehn Tore Rückstand beim 23:33-Endstand. „Wir gewannen verdient. Ich muss meine Mannschaft für den großen Kampfgeist loben Wir besaßen nur einen Ersatzmann“, erklärte SV-Trainerin Evelyn Schröter. Das verkraftete ihr Team bei einem Durchschnittsalter von 22,6 Jahre besser als die Belziger (33,8). Da Maik Fuhrig früh verletzt ausschied, Spielertrainer Riccardo Mach erst zur Halbzeit zwei kam, in der Torwart Dieter Müller mit einer Meniskus-Blessur ebenfalls aufgeben musste, war die personelle Situation beim MSBV II auch nicht besser. Außerdem waren Karsten Wieland und speziell der erkältete Sandro Wernicke nicht in Vollbesitz ihrer Kräfte.
Es spielten: Dietmar Müller im Tor – Kevin Senst 7 (davon 6 Siebenmeter), Sandro Wernicke 6, Karsten Wieland 4, Thomas Folde 2, Riccardo Mach 2, Walter Hollmann (zehn Minuten auch Torwart) 1, Jürgen Ludwig 1, Maik Fuhrig, Kay Lengner


Weihnachtsmänner in der Albert-Baur-Halle

MBSV Belzig II - SG B.-W: Wusterwitz II 25:38 | Dezember 2009, aus MAZ Fläming Echo

Damit keine Missverständnisse aufkommen, gleich die Erklärung für die Schlagzeile. Mit den Weihnachtsmännern sind nicht die Handballer gemeint, die ihr Kreispokalspiel austrugen. Sie bezieht sich auf die einzig echten, die aus Schokolade.
Ein Blick auf die Spielerbänke zu Beginn des Kreispokalkampfes des MBSV II gegen Blau-Weiß Wusterwitz II ließ die Niederlage der Einheimischen schon ahnen. Bei den Belzigern saß da nur einer, die Sitzgelegenheit der Gäste war gut gefüllt. Das war eine Ursache für das 25:38 (10:18) in der Albert-Baur-Halle. Der zweite Grund wird durch den Blick ins Spielprotokoll sichtbar. Jünger als die beiden ältesten Blau-Weiß-Handballer (25 Jahre) waren nur drei MBSV-Akteure, darunter Michael Kaatz, der erst Minuten nach dem Anpfiff zum Spiel kommen konnte. Das Durchschnittsalter der Gästevertretung betrug 21,25 (18 bis 25 Jahre). Die Werte der Gastgeber lauten – 33,6 (17 bis 45). Mit ihrer Erfahrung konnten die Belziger ihre Nachteile in der Schnelligkeit, der Spritzigkeit und der körperlichen Robustheit nicht wettmachen. Nur Karsten Wieland besaß die entsprechenden Voraussetzungen, um mit den Blau-Weißen mithalten zu können. Das wussten die aus dem verlorenen Punktspiel gegen den MBSV II und deshalb markierten sie „Willi Borne“ sehr genau, oft sogar mit zwei Spielern. Außerdem griffen sie nicht nur gegen ihn sehr häufig äußerst kräftig zu und hielten dabei – human ausgedrückt – die sportliche Fairness nicht immer korrekt ein. Bis zur Zwei-Minuten-Strafe Nummer zwei der Gastgeber nach 43:48 Minuten hatten die Kontrahenten bereits sieben und eine Rote Karte für drei Zeitstrafen auf ihrem Konto. Hinzu kamen etwa ein Dutzend Siebenmeter für die Kur- und Kreisstädter, die davon allerdings nur rund zwei Drittel nutzen konnten. Der 17-jährige Kevin Senst traf sechsmal vom Punkt, der 45-jährige Thomas Folde einmal und Torhüter Dietmar Müller erzielte auf diese Art und Weise das 19:29. Aber auch seine eigentliche Aufgabe im Spiel erfüllte er hervorragend. Oft tauchten die Blau-Weißen bei Kontern völlig frei vor ihm auf, konnten ihn aber nicht bezwingen. Manchmal benötigten sie so zwei, drei Würfe hintereinander, um zum Torerfolg zu kommen. Das gelang, weil Müllers Teamgefährten fast immer die berühmte Zehntelsekunde zu spät waren und die Gäste die Abpraller vom Torwart oder Torgestänge holten. So erreichten die Wusterwitzer über die Stationen 1:0, 3:3, 7:4, 8:7, 12:7, 19:13, 24:13, 34:25 den 38:25-Erfolg. Eine tolle Geste gab es in der Halbzeitpause. Karsten Wieland sprach kurz zu den rund 20 Besuchern auf den Rängen (darunter zwei aus Wusterwitz). „Die zweite Mannschaft bedankt sich bei allen, dass Sie auch zu ihren Spielen als Fans kommen.“ Und das waren nicht nur Worte, denn danach wurden recht große Schokoladen-Weihnachtsmänner verteilt, die auch ehemalige BHC-Handballerinnen (siehe Foto) erfreut entgegennahmen.
Es spielten: Dietmar Müller (1) im Tor – Kevin Senst (8), Karsten Wieland (8), Thomas Folde (3), Michael Kaatz (3), Walter Hollmann (1), Jürgen Ludwig (1), Kay Lengner und Riccardo Mach