Berichte 1.Männer

Mit erhobenem Haupt

MBSV Belzig - MTV Wünsdorf 23:29 | Februar 2010, aus MAZ Fläming Echo

Mit 23:29 haben die Handballer des MBSV am Sonnabend gegen den MTV Wünsdorf verloren. Die Gäste, deren Verein in diesem Jahr sein hundertjähriges Bestehen feiert, hatten das Hinspiel noch sehr deutlich für sich entschieden. Vorgestern ging es in der Belziger Albert-Baur-Halle deutlich enger zu. Vor Beginn der Partie holte Andreas Nötzel, der den MBSV von der Seitenlinie leitete, seine Männer in die Kabine. „Ich habe ihnen gesagt, was ich heute von ihnen erwarte. Ich hatte hohe Ansprüche und um es vorweg zunehmen, sie wurden erfüllt.“ Andreas Nötzel forderte Leidenschaft, Engagement und eine kämpferische Einstellung. All das boten die Belziger vom An- bis zum Schlusspfiff. In den ersten Minuten der Begegnung tasteten sich beide Teams erst einmal ab. Schon in dieser Zeit zeigten die Handballer des MBSV, dass sie es ihren Gegner nicht einfach machen würden. Nach einer Viertelstunde führten sie mit 7:6. Nun stellten die Wünsdorfer ihre Deckung um, wurden deutlich stärker und erzielten vier Treffer in Folge. Über die Stationen 7:11 und 8:13 ging es schließlich mit 11:15 in die Pause. Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit entschieden dieses Verbandsligaspiel. Hier drehten die Wünsdorfer richtig auf, agierten gut in der Defensive und erarbeiteten sich einige Konter, die sie sicher verwandelten. Beim Stand von 12:21 nach 40 Minuten war die Partie im Prinzip gelaufen. Die Gastgeber waren nun völlig von der Rolle und schafften es auch in doppelter Überzahl nicht, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. „Wir haben zu viele eigene Fehler gemacht, den Ball nicht ordentlich zum Nebenmann bekommen, bei Kontern den Ball unsauber nach vorne geworfen und so leichtfertig unsere Möglichkeiten vergeben“, schätzt Andreas Nötzel ein. „Daran werden wir in den nächsten Tagen und Wochen arbeiten.“ Zufrieden war der Coach mit der Leistung der Torhüter und der Defensive, die gegen einen der stärksten Angriffe der Liga lediglich 29 Treffer zuließen. Die Partie wäre mit großer Sicherheit anders ausgegangen, wenn Sascha Nötzel und die Brüder Robert und Erik Deparade fit und einsatzbereit gewesen wären. Ihr Fehlen hat eine deutliche Lücke in der Mannschaftsdecke des MBSV hinterlassen. Dennoch sahen die Zuschauer eine stark kämpfende Belziger Truppe. „Ich bin mit der heutigen Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden“, fasst Andreas Nötzel zusammen. „Auch die Wünsdorfer haben nach dem Spiel gesagt, dass sie mit einem leichteren Sieg gerechnet hatten. Diese Niederlage macht Mut und Hoffnung für die weiteren Punktspiele.“ So verließen die Belziger das Spielfeld auch nicht mit hängenden Köpfen. Jetzt heißt es für das Team, sich auf das nächste Spiel am 20. Februar beim Tabellen-Neunten in Lübbenau vorzubereiten. Bilder vom Spiel gibts hier....


Sieg verschenkt

SV Lok Rangsdorf II - MBSV Belzig 32:31 | Januar 2010, aus MAZ Fläming Echo

Die erste Männermannschaft des Märkischen Ballsportvereins hat am Sonnabend beim SV Lok Rangsdorf II mit 31:32 verloren. Diese Niederlage war ebenso knapp wie unnötig, denn die Belziger führten zeitweise mit drei Toren Vorsprung. Die Rangsdorfer fanden schnell in die Verbandsligapartie und führten schon nach kurzer Zeit mit 3:0. Diesen Drei-Tore-Vorsprung hielten sie bis zum Pausenstand von 18:15. „In der ersten Halbzeit hatten uns die Rangsdorfer Spieler gut im Griff“, sagte der Belziger Coach Harry Kernke nach der Begegnung. „Sie hatten zwei starke Rückraumakteure, die immer wieder für Treffer sorgten. Schlimmer war aber, dass sie stets unseren Mittelspieler in Manndeckung nahmen.“ Der Mittelspieler ist dafür verantwortlich, die nächsten Spielzüge anzusagen und sorgt für Ordnung auf dem Feld. Indem die Gastgeber diesen taktischen Kniff anwandten, nahmen sie den Kur- und Kreisstädtern sozusagen den Kopf der Mannschaft. Erst in der zweiten Spielhälfte fanden die Belziger die richtige Antwort und kamen nun besser in die Partie. Aus einem 19:16 zugunsten der Gastgeber wurde rasch ein 21:23 und schließlich sogar ein 23:26. „Dann kam es zum Knackpunkt des Spiels“, so Harry Kernke. „Wir hatten einen Siebenmeter zugesprochen bekommen. Ein Tor hätte einen Vier-Tore-Vorsprung bedeutet. Dann wäre es schwer für die Rangsdorfer geworden.“ Da der Wurf nicht im Netz landete, witterten die Lok-Spieler noch einmal Morgenluft und drehten die Begegnung innerhalb weniger Minuten zu ihren Gunsten. Am Ende haderte Harry Kernke vor allem mit der mangelhaften Chancenverwertung: „Damit haben wir die Rangsdorfer erst stark gemacht. Mindestens ein Unentschieden wäre drin gewesen. Eigentlich sogar ein Sieg.“ Doch trotz des Ärgers über die unnötige Niederlage blickt der Trainer wieder nach vorne. An diesem Sonnabend kommt mit dem MTV Wünsdorf eine der stärksten Mannschaften der Liga nach Belzig. Das Hinspiel konnten die Wünsdorfer relativ locker gewinnen. Wenn die Handballer des MBSV gegen dieses Team gewinnen wollen, muss eine Leistungssteigerung gegenüber dem vergangenen Sonnabend her. Wenn das Spiel um 17.30 Uhr in der Belziger Albert-Baur-Halle angepfiffen wird, muss der MBSV ohne seinen Trainer auskommen. Harry Kernke wird dann im Urlaub sein. „Ich leite aber noch bis Donnerstag das Training, mache die Mannschaftsaufstellung und bereite alles für das Punktspiel vor“, so Harry Kernke. Co-Trainer Andreas Nötzel wird das Team dann führen.


Schlechtes Zeugnis für MBSV-Deckung

HSV Senftenberg - MBSV Belzig 40:32 | Januar 2010, aus MAZ Fläming Echo

„Warum wir derzeit auswärts nicht unser normales Leistungsvermögen abrufen können, kann ich mir nicht recht erklären“, meinte MBSV-Trainer Harry Kernke nach der 32:40-Niederlage beim HSV Senftenberg in der Verbandsliga Süd. Die Ursachen erkannte er natürlich schnell. „Unser Hauptmanko lag in der Deckungsarbeit. Wir wussten genau wie der Gastgeber spielt und hatten uns darauf in einem Kurz-Trainingslager am vorigen Wochenende in Belzig speziell vorbereitet. Doch es gelang uns nicht, die beiden starken Rückraum-Werfer der Einheimischen in den Griff zu bekommen“, berichtete der MBSV-Verantwortliche. Das sagt die sehr hohe Anzahl von HSV-Treffern aus, zu der die Genannten vierzehn beziehungsweise sieben Tore beitrugen. Anfangs hielten die Kernke-Schützlinge noch einigermaßen mit. Dabei kam ihnen entgegen, dass nicht in der großen Senftenberger Halle um Punkte gekämpft wurde, die einen ungewohnten Tartanbelag besitzt. Dort waren Leichtathleten aktiv. Gespielt wurde in einer modernen Schulsporthalle mit Zuschauerrängen ähnlich der Baur-Halle. Nach fünf Minuten stand es 3:3. Aus einem 6:11 kamen die Gäste bis zur Pause auf 17:20 heran. „Aber immer, wenn wir nahe daran waren, den Anschluss zu schaffen, unterliefen speziell in der Abwehr unnötige Patzer und die Senftenberger setzten sich wieder ab“, so Harry Kernke. Wenn es in der Deckung nicht klappt, leidet auch die Zusammenarbeit mit den Torhütern, so dass die nicht so stark agieren konnten wie sonst. Der ehemalige Torhüter Harry Kernke wechselte also zwischen seinen drei Schlussmännern. Aber es nutzte nichts. „Mit der Angriffsleistung bin ich zu großen Teilen zufrieden“, meinte der Gäste-Chef. Bei den 32 Treffern muss aber berücksichtigt werden, dass der MBSV durch die vielen Gegentore sehr oft zu Offensiv-Aktionen kam. Außerdem spielten die Belziger fast durchgängig komplett, da sie in der fairen Partie lediglich zwei Zeitstrafen hatten (der HSV sechs). Natürlich sah der Belziger Trainer auch Positives. „Die jungen, schnellen Christopher Nötzel und Sebastian Winkler boten eine gute Leistung und der nach langer Verletzungspause zurückgekehrte Karsten Friedrich benötigt zwar noch ein paar Spiele, zeigte jedoch gute Ansätze.“ Erik Deparade fehlte verletzt und Nico Pierzinski ist im Urlaub.
Es spielten: Nico Brätz, Lars Ehrhardt, Alexander Hrinwatzky im Tor – Thomas Lang 8, Christopher Dümchen 6, Christopher Nötzel 6, Matthias Paul 4, Karsten Friedrich 3, Sebastian Winkler 3, Robert Deparade 1, Maik Fricke 1, Andreas Korth und André Seidel


Gastgeber eine Nummer zu groß

HSV Wildau - MBSV Belzig 33:20 | Dezember 2009, aus MAZ Fläming Echo

Beim Tabellenzweiten HSV Wildau hielten die Verbandsliga-Handballer des Märkischen BSV Belzig nur in der Anfangsphase gegen. Am Ende geht aber der 33:20-Erfolg der Gastgeber völlig in Ordnung. Gäste-Trainer Harry Kernke verwies in seiner Spieleinschätzung zuerst darauf, dass die Wildauer eine „spielstarke Mannschaft haben“. Die hätte sogar noch höher gewinnen können. Das verhinderte der gegen Ende der Partie eingewechselte Nico Brätz mit etlichen großartigen Paraden, z. B. bei Siebenmetern oder gegen frei vor ihm auftauchende Einheimische. Dabei verfügte der MBSV-Schlussmann nach seiner langen Verletzungspause noch nicht über viel Spielpraxis, da seine Kollegen zwischen den Pfosten zuvor und auch in dieser Begegnung ebenfalls stark agierten. Dabei vollzog der MAZ-Berichterstatter im vorigen Beitrag bei Alexander Hrinwatzky eine zweite Namensänderung. Bei „Schubert“ hatte natürlich der Fehlerteufel seine Hand im Spiel. Alex heißt nun Burghardt, was so auch in der Statistik steht, wenn in der Winterpause sein Spielerpass geändert wird. Aber zurück zum Vergleich mit dem HSV Wildau. Bei den Gästen fehlten fünf Stammspieler (siehe Extra-Beitrag darunter). So bat der Verantwortliche des MBSV Oldie Dirk Borgwardt, noch einmal das Belziger Trikot zu tragen. Und „Dibo“ erzielte vier Tore, obwohl er sich ja eigentlich schon seit einem Jahr im „Handball-Ruhestand“ befindet. Er war damit fast bester MBSV-Torschütze, denn nur Thomas Lang und Mathias Paul waren erfolgreicher, trafen je fünfmal. Das gelang bei den Gastgebern zwei Nachwuchsleuten ebenfalls. Es zeigt, dass der Tabellenzweite im Gefühl des sicheren Erfolges nicht mehr mit allerletztem Einsatz agierte. Früh zeichnete sich der Wildauer Sieg ab. Über 5:5 und 11:8 zogen die Schützlinge von Sven Brade bis zur Pause auf 18:10 davon. „Schon da nutzten wir unsere Möglichkeiten zu Toren nicht optimal. Auch der sonst so treffsichere Thomas Lang scheiterte mehrfach aus günstigen Positionen am Wildauer Torwart“, so MBSV-Trainer Harry Kernke. „Der Gastgeber war stärker. Für uns wäre es auch in Bestbesetzung schwer geworden.“


Trebbiner Partie mit Folgen

Zwei Spieler gesperrt

Die Besetzungssorgen der MBSV-Verbandsliga-Handballer beruhen nicht nur auf Verletzungen, obwohl die Ausfälle gravierend sind. Bei Sascha Nötzel ist nun endgültig klar, dass er in der Saison nicht mehr spielen wird. Er zog sich einen Kreuzband-riss zu. Bruder Christopher hat ebenso eine Blessur wie schon länger Karsten Friedrich. Damit fehlen drei Spieler, die pro Partie zusammen für 15 Treffer gut sind. Während diese Ausfälle bitter sind, aber immer passieren können, ist die Abwesenheit von Maik Fricke und Eric Deparade unnötig. Beide wurden nach der Heimniederlage gegen den SC Trebbin am 28. November für zwei Begegnungen gesperrt. Sie sollen die Schiris beleidigt haben. Strittig ist dies bei Maik Fricke. Der sah 14 Sekunden vor dem Abpfiff die Rote Karte, obwohl er nach seiner glaubwürdigen Aussage die Schiris nur darauf hinwies, dass ein Spieler am Boden liegt. Die Referees wollten etwas ganz anderes gehört haben. Eric Deparade sagte nach dem Abpfiff zu den „Unparteiischen“: „Heute verloren sieben gegen neun.“


Großer Kampfgeist reicht nicht aus

MBSV Belzig - SC Trebbin 28:30 | November 2009, aus MAZ Fläming Echo

Mit verhaltenem Optimismus gingen MBSV-Spieler, -Trainer und -Anhänger am Sonntag in das Heimspiel gegen die punktgleichen Gäste vom SC Trebbin (je 10:4-Punkte), das 28:30 verloren wurde. „Es wird schwer bei unseren Verletzten gegen den starken Kontrahenten zu bestehen“, erklärter z. B. Harry Kernke, der Verantwortliche der Belziger an der Seitenlinie, vor Beginn der Begegnung. Doch seine Schützlinge überraschten anfangs positiv. Torwart Alexander Schubert, in dessen Spielerpass noch Hriwnatzky steht, so dass er im Protokoll mit dem alten Namen erscheint, zeigte sofort eine Spitzenleistung. Er parierte die ersten Würfe der Trebbiner und schuf so die Voraussetzung für die 3:0-Führung der Einheimischen. Obwohl er weiter überragend hielt, kamen die Gäste danach wesentlich besser zum Zug. Sie nutzten vor allem ihre körperliche Überlegenheit in der Abwehrarbeit zu Ballgewinnen und im Angriff brachte ihr daraus resultierendes Durchsetzungsvermögen Tore. Beim 4:5 waren sie erstmals vorn und führten zur Pause mit 13:11. Karsten Friedrich, der verletzt zuschauende Rückraum-Schütze der Belziger, meinte vor Beginn der zweiten Halbzeit. „Es wird eine ganz enge Sache. Wir müssen schnell spielen, die im Training geübten Kombination erfolgreich anwenden und dann ist noch etwas drin.“ Der Autor des Betrages erwartete dagegen einen ungefährdeten Erfolg der Trebbiner mit vier, fünf Treffern Vorsprung. Da Christopher Dümchen diesmal mit seinen Fernwürfen nicht zum Erfolg kam, fehlte die Gefahr aus dem Rückraum, was dem Gast die Deckungsarbeit erleichterte. Und es schien, dass der „Schreiber“ und nicht der Handball-Experte in der Vorhersage richtig liegt. Der SC Trebbin lag in Minute 39 21:14 vorn und führte neun Minuten vor dem Abpfiff mit 27:21. Nun kehrte Alexander Schubert zwischen die Pfosten zurück, Mathias Paul fasste sich ein Herz und warf erfolgreich aus dem Rückraum. So stand es 2:32 Minuten vor dem Abpfiff 28:28. Dann vergab der MBSV zwei gute Chancen vom Kreis und die Gäste trafen...


Nur noch ein Nötzel voll einsatzfähig

Chemie Guben - MBSV Belzig 28:39 | November 2009, aus MAZ Fläming Echo

In der siebenten Begegnung der laufenden Saison fehlte beim Märkischen BSV wie schon zuvor berichtet Sascha Nötzel verletzt. Bruder Christopher steuerte zum 39:28-Erfolg über Chemie Guben zwar zwei Tore bei, war aber nur kurz im Einsatz. Im ersten Angriff gelang ihm der erste Belziger Treffer. Dabei machte sich eine alte Muskelverletzung bemerkbar und er musste ausgewechselt werden. Später versuchte er es noch einmal, traf auch, aber die Schmerzen machten ein weiteres Mitwirken unmöglich. „Das und die fast dreistündige Anreise beeinflussten natürlich unsere Leistung in der ersten Halbzeit“, berichtete MBSV-Trainer Harry Kernke. „Und das nutzte der Gastgeber, obwohl er Tabellenletzter ist. Aber in dieser Staffel sind fast alle Mannschaften recht gleichwertig, so dass Auswärtssiege immer sehr schwer fallen. Wir sicherten den Erfolg erst in der zweiten Halbzeit.“ Zur Pause führten die Gubener 16:15, wobei die Partie bis dahin ganz eng war. Die Gastgeber erzielten ihre Angriffswirkung jedoch nur über zwei gefährliche Rückraum-Schützen, die für 21 der 29 Chemie-Treffer sorgten. Ab Mitte der ersten Hälfte bewachte Andreas Korth den besten Einheimischen (13 Treffer) hautnah. „Andreas bot eine ganz starke Leistung, auch wenn er als einziger unseres Teams keinen Treffer erzielte.“, so der MBSV-Trainer. „Er wurde allerdings auch nur in der Abwehr eingesetzt.“ Gefreut haben sich die Belziger Verantwortlichen auch über Matthias Paul. Der Routinier glänzte wie schon lange nicht mehr. Und das war nach den Ausfällen der Nötzel-Brüder und dem Fehlen von Karsten Friedrich auch notwendig, um zum Erfolg zu kommen. Allerdings bot der Gast speziell in der zweiten Halbzeit eine geschlossene Mannschaftsleistung. Da zeigte der MBSV die im Training der letzten Wochen intensiv geübten Kombinationen mit hohem Tempo und stellte damit die Hausherren vor unlösbare Probleme. Die Kur- und Kreisstädter starteten mit zwei Treffern in die zweiten 30 Minuten und gingen damit 17:16 in Führung. Die gaben sie nicht mehr ab. Der Vorsprung wurde kontinuierlich ausgebaut. Zehn Minuten vor dem Abpfiff lagen die Schützlinge der Trainer Kernke und Nötzel 27:23 vorn und überrannten dann die konditionell nachlassenden Einheimischen. So gewannen sie Durchgang zwei 23:13. Erfolgreichster Belziger war Kreisläufer Thomas Lang mit zwölf Toren.


Krimi in der Baur-Halle

MBSV Belzig - BSG Stahl Eisenhüttenstadt 30:29 | November 2009, aus MAZ Fläming Echo

Sekunden nach dem Abpfiff lief MBSV-Trainer Harry Kernke zur Tribüne. Zwar hatte sein Team im Verbandsligaspiel gegen die BSG Stahl Eisenhüttenstadt das Spiel hauchdünn mit 30:29 gewonnen, aber das interessierte Kernke nicht. Wenige Minuten vor Spielende hatte sich Sascha Nötzel, einer seiner wichtigsten Männer, verletzt und saß nun zwischen den Zuschauern. Später ging es für den sicheren Siebenmeterschützen mit Verdacht auf Außenbandriss im Knie in die Notaufnahme. Bis dahin hatte Sascha Nötzel ein gewohnt starkes Spiel gemacht. War mit zehn Treffern wieder erfolgreichster Werfer. Besonders vom Siebenmeterpunkt war er unbezwingbar. „Die Freiwürfe kann ich auch mit Schiene oder Gips werfen“, scherzte er vor der Fahrt ins Krankenhaus. Sein Vater und Co-Trainer Andreas Nötzel sagte ernst: „Jetzt haben wir ein Problem. Mein anderer Sohn Christopher ist ja schon verletzt und Karsten Friedrich sitzt ebenfalls verletzt auf der Bank.“ Die erste Halbzeit der Partie gegen den Zehnten der Verbandsliga, Eisenhüttenstadt, ist schnell erzählt. Die Gastgeber waren, nachdem sie sich innerhalb der ersten zehn Minuten gefunden hatten, klar besser und setzten sich zum Ende der ersten halben Stunde deutlich ab. So stand es zum Halbzeitpfiff 19:13 und die meisten Zuschauer gingen wohl von einem hohen Sieg ihres MBSV aus. Nach der Pause bot sich ihnen aber ein völlig anderes Bild. Die Belziger wurden immer schwächer. Die Abwehr machte Fehler, leichte Pässe kamen nicht mehr an, die Spieler suchten ihr Heil in Einzelaktionen, die meist ohne Erfolg blieben. Auch der in der ersten Halbzeit extrem starke Alexander Burghardt ließ jetzt den einen oder anderen Ball in sein Tor. „Dafür haben wir keine Erklärung“, so Andreas Nötzel vom MBSV. Die Eisenhüttenstädter witterten Morgenluft und kamen langsam wieder heran. Kurz vor Schluss hatten sie die Gastgeber fast eingeholt. Es kam zum Showdown. Eine Minute vor Schluss stand es 30:29 für den MBSV, die Gäste waren am Zug und zogen Richtung Alexander Burghardt. Es folgte ein Foul an einem Eisenhüttenstädter Spieler sowie eine Rote Karte – allerdings für den Gefoulten, wegen Meckerns. In Unterzahl schafften sie es in den letzten Sekunden nicht mehr, den Ball im Belziger Tor unterzubringen. Der finale Versuch eines Eisenhüttenstädters fünf Sekunden vor Abpfiff ging weit über den Kasten. Damit war der zwar knappe, aber dennoch verdiente MBSV-Sieg perfekt.