Berichte 1.Männer
Staffelfavorit verpasst Belzigern eine 44:26-Packung
MTV Wünsdorf - MBSV Belzig 44:26 | September 2009, aus MAZ Fläming Echo
Noch weit nach der Begegnung rang Harry Kernke, Trainer der Verbandsliga-Handballer des Märkischen BSV, nach Worten, um die 26:44-Niederlage seiner Schützlinge gegen Gastgeber MTV Wünsdorf zu erklären. „Besonders in der ersten Halbzeit war es deprimierend. Fassungslos erlebte ich, dass keiner von uns an die Form des Sieges gegen Lok Rangsdorf II vor einer Woche anknüpfen konnte“, meinte der Belziger. Nach zehn Minuten lag die Mannschaft aus der Kur- und Kreisstadt 0:9 zurück. „Die Einheimischen waren zwei Nummern zu groß für uns“, berichtete der MBSV-Trainer. „Wir fanden auch danach nie zu unserem Spiel, produzierten Fehler über Fehler und warfen den Wünsdorfer Torwart berühmt.“ So gingen die Gäste nach dreißig Minuten mit einem 8:23 in die Pause. Die Deckung reagierte fast immer zu langsam. Da hätte auch der vor acht Tagen so starke Torhüter Alexander Hriwnatzki, der diesmal aus dienstlichen Gründen fehlte, nichts ausrichten können. Die zweite Hälfte gewann der Staffelfavorit nur noch mit 21:18. Das lag mehr an den Wünsdorfern als an den Kernke-Schützlingen. Bei dem souveränen Vorsprung von 15 Treffern ließ bei ihnen verständlicherweise die Konzentration etwas nach. Sie gingen nicht mehr so konsequent auf Torejagd wie in der ersten Halbzeit und gaben ihrer zweiten Reihe
Bewährungschancen. In Gefahr geriet der MTV trotzdem in keiner Phase der Begegnung, zumal sich der Märkische BSV selbst schwächte. Thomas Lang sah die Rote Karte, als er bei einem Konter einen Einheimischen zu Fall brachte. Ebenfalls vorzeitig zum Duschen musste Christopher Dümchen, der drei Zwei-Minuten-Strafen kassierte. „Gegen die Wünsdorfer kann man verlieren“, erklärte Harry Kernke. „Sie sind für mich der erste Anwärter auf Rang eins und damit den Aufstieg, denn sie haben eine starke, ausgeglichene Mannschaft. Aber so schwach wie diesmal dürfen wir uns einfach nicht präsentieren“, meinte der enttäuschte MBSV-Trainer. Zum Glück haben die Belziger bereits am kommenden Sonntag die Chance zur Rehabilitation. Sie empfangen um 16 Uhr in der heimischen Albert-Baur-Halle die Mannschaft des Tabellenvorletzten TSG Lübbenau 63 II. Gelingt jedoch keine entscheidende Steigerung gegenüber dem Auftritt in Wünsdorf, wird es da trotz Heimvorteil ebenfalls schwer. Gefordert sind dort also Spieler und Fans!
Es spielten: Lars Ehrhardt, Nico Brätz im Tor – Sascha Nötzel 5, Thomas Lang 4, Eric Deparade 4, Christopher Dümchen 3, Maik Fricke 3, Christopher Nötzel 3, Matthias Paul 2, Andreas Korth 1, Nico Pierzinski 1, Robert Deparade und Sebastian Winkler
Mit toller erster Halbzeit zum Erfolg
MBSV Belzig - Lok Rangsdorf II 31:28 | September 2009, aus MAZ Fläming Echo
Den ersten Höhepunkt erlebten die Fans in der Albert-Baur-Halle bereits vor dem Anpfiff der Partie MBSV gegen Lok Rangsdorf II, die 31:28 für den Gastgeber endete. Der langjährige Trainer Gerd Weyhrauch, der das Team von ganz unten in die Verbandsliga führte und auf eigenen Wunsch zurück trat, wurde feierlich verabschiedet. Mehr dazu demnächst. Seine ehemaligen Schützlingen zeigten dann in einer begeisternden ersten Halbzeit, was sie von ihm gelernt haben. Und das war eine ganze Menge. „Gegen einen starken Kontrahenten, der in der Vorsaison Platz vier belegte, steigerten wir uns nach beidseitig nervösen zehn Anfangsminuten, wobei besonders die jungen Christopher Nötzel und Sebastian Winkler glänzten, die effektvolle Treffer von den Außenpositionen erzielten“, erklärte der neue Trainer Harry Kernke. Der frühere Assistent von Gerd Weyhrauch übernahm auch auf Wunsch der Mannschaft nun dessen Amt. Der klare 17:9-Pausenstand für die Belziger, die nur beim 0:1 und 2:3 zurück lagen und nach dem 4:3 (11. Minute) die Führung nicht mehr abgaben, resultiert aber vor allem aus einer sehr guten Deckungsarbeit mit Torhüter Alexander Hriwnatzki an der Spitze. „An ihm verzweifelten die erfahrenen Rangsdorfer“, meinte Harry Kernke, als Aktiver selbst zwischen den Pfosten und im Vorjahr noch ab und zu als Aushilfe im Kasten. Er gab in der Pause diese taktische Marschroute aus. „Lange den Ball halten, Kombinationen gut und sicher ausspielen wie in den ersten dreißig Minuten.“ Doch daran hielten sich seine Schützlinge zu selten. Oft sogar in Unterzahl wurden die Angriffe zu früh und überhastet abgeschlossen, was den Gäste das Verteidigen erleichterte. Hinzu kam eine beträchtliche Steigerung der Lok-Spieler, die etliche Routiniers in ihren Reihen hatten. Sie stellten sich besser auf die Belziger ein, ließen von außen weniger zu. Und vorn setzte sich Linkshänder Dirk Herrmann immer wieder ganz stark in Szene. „Ihn bekamen wir nicht in den Griff“, so der MBSV-Verantwortliche. Am Ende standen 13 Treffer auf dem Konto des 38-Jährigen. Seinen 43. Geburtstag feiert in der nächsten Woche sogar Torsten Zippel, der sich für Lok als sicherer Siebenmeter-Schütze erwies. So holten die Gäste Tor um Tor auf und deshalb gerieten die ohne den verletzten Karsten Friedrich, der wohl länger ausfällt, angetretenen Belziger noch unter Druck. Drei Minuten vor dem Abpfiff stand es 28:27, 60 Sekunden später 29:28. Doch zwei Treffer vom erfahrenen MBSV-Linkshänder Matthias Paul und ein technischer Fehler der Gäste (beim Torwurf im Kreis) sorgten für den umjubelten Saison-Auftakt-Erfolg sowie für Zufriedenheit beim ehemaligen Trainer Gerd Weyhrauch. Er kann stolz auf seine ehrenamtliche Tätigkeit und die ehemaligen Spieler sein, die ihm viel verdanken.
Es spielten: Alexander Hriwnatzki, Lars Ehrhardt, Nico Brätz im Tor – Matthias Paul 7, Christopher Dümchen 6, Christopher Nötzel 5, Robert Deparade 3, Sebastian Winkler 3, Thomas Lang 2, Eric Deparade 1, Andreas Korth 1, Sascha Nötzel 1, Nico Pierzinski 1, Maik Fricke
Qualifikation locker überstanden
TSG Liebenwalde - MBSV Belzig 23:38 | September 2009, aus MAZ Fläming Echo
Ganz ohne Probleme hat die 1. Männermannschaft die Qualifikation für den Landespokal überstanden. Am Wochenende besiegte die Truppe von Trainer Harry Kernke den Landesligisten TSG Liebenwalde mit 38:23.
Nur in den ersten Minuten konnten die Gastgeber mit dem hohen Tempo der Verbandsligisten aus Belzig mithalten. Ab dem 4:3 setzten sich die Kernke-Schützlinge aber kontinuierlich ab. Der hohe Sieg der Gäste war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. „Unsere 38 Treffer sind in Ordnung“, so der Coach nach dem Spiel. „Von den 23 Gegentreffern sind aber fünf bis sechs zu viel gefallen.“ Der MBSV nutzte diese Partie als weiteres Vorbereitungsspiel. In den vergangenen Wochen absolvierte die Mannschaft neben dem Topspiel gegen den VfL Potsdam zwei Partien gegen tiefer spielende Mannschaften. Gegen Finsterwalde verloren die Belziger mit elf Toren unterschied, gegen Ludwigsfelde gewannen sie mit zwei Treffern Differenz. Am vorigen Sonntag wurden vor allem Kombinationen geübt. Deren Perfektion ist wichtig, um die Gegner in der Verbandsligasaison gut zu beschäftigen. Zum ersten Punktspiel der neuen Saison kommt an diesem Sonntag um 16 Uhr mit Rangsdorf II gleich ein Aufstiegsaspirant in die Belziger Baur-Halle. Hier können die Belziger zeigen, ob die Vorbereitung effektiv war. Der Märkische BSV schloss die zurückliegende Saison auf dem siebenten Platz ab. Damals begann die Spielzeit katastrophal, ehe sich das Team fing.
Eine Niederlage, die keinen ärgert
MBSV Belzig - VfL Potsdam 24:45 | August 2009, aus MAZ Fläming Echo
Harry Kernke und Peter Melzer, die Trainer des Märkischen BSV und des 1. VfL Potsdam, aber auch die Spieler und Fans beider Mannschaften verließen am Freitagabend zufrieden die Albert-Baur-Halle. Wie bereits am Sonnabend kurz gemeldet, unterlagen die Belziger dem Team aus der Landeshauptstadt 24:45.
Aber das Ergebnis war ausnahmsweise nebensächlich. Am Sieg des vier Klassen höher spielenden Gastes zweifelte niemand. Außerdem kamen beide Mannschaften direkt aus dem Trainingslager.
Der MBSV kehrte am Donnerstag aus der Sportschule Zinnowitz zurück, wo immerhin 13 Mann weilten. Da das erste Punktspiel erst am 20. September daheim gegen Lok Rangsdorf II stattfindet, wurde an der Ostsee vor allem hart an der Verbesserung der Kondition gearbeitet.
Und als weiterer Härtetest folgte nun die Begegnung mit dem Zweitbundesligisten, für den das Spiel in erster Linie eine Sache des Herzens war. „Es ist für uns ein großes Dankeschön für die vorbildliche Nachwuchs-Arbeit des Märkischen BSV“, so VfL-Trainer Peter Melzer. „Trainingsmethodisch passt es nicht ganz, denn wir haben am Wochenende noch ein Turnier in Rangsdorf und am 5. September beginnen unsere Punktspiele. Dabei empfangen wir um 19.30 Uhr als Aufsteiger gleich den ASV Hamm, einen der Favoriten auf den Bundesliga-Aufstieg.“
Bei den Potsdamern kamen mit Marvin Sommer und Fabian Wiede zwei vom MBSV stammende Jugendliche zum Einsatz (mehr dazu demnächst). Peter Melzer und auch sein MBSV-Kollege Harry Kernke, der seit dieser Saison als Cheftrainer amtiert, setzten alle Spieler ein.
„Das war auch notwendig“, so der Belziger. „So ein schnelles, kraftvolles Spiel sind wir als Verbandsligist natürlich nicht gewohnt. Aber alle kämpften und gaben ihr Bestes. Doch gegen Ende der Partie waren viele einfach platt.“
Der erste Tor der Partie erzielte der Belziger Sascha Nötzel. Und bis zum 8:11 nach gut 15 Minuten lief es ordentlich. Aber schon da hielt Christian Pahl im VfL-Tor viele Bälle. „Höherklassig kommen die Bälle natürlich präziser und schärfer. Aber einfacher ist es hier nicht. Die Belziger werfen aus Situationen und Positionen, wo normalerweise kein Ball kommt.“ Nur ein Unterschied zwischen Verbands- und 2. Bundesliga.